004 - Gstaad

Der Altbau aus den 1920er Jahren sitzt heute als identitätsstiftendes Gebäude für die Nachbarschaft in einer undefinierten und eintönigen Aussenanlage entlang der Gsteigerstrasse.  Die Herausforderung war die neuen Räumlichkeiten in Dialog mit dem Altbau als eine funktionierende Einheit zu entwickeln und gleichzeitig Aussenräume klarer zu definieren und abwechslungsreich zu gestalten. Um die historische Einheit von Baumallee und Altbau zu betonen und einen grosszügigen Ankunftsbereich zu schaffen wird die Sporthalle als eigenständiges Gebäude entlang der Gsteigerstrasse situiert. Das im Bezug auf den Altbau versetzte neue Schulgebäude ermöglicht einen geschützten Aussenraum für die Basisstufe zu bilden, sowie eine natürliche Einbetung in die Topographie des rückseitigen Hanges. Im Zentrum des Ensembles befindet sich der Pausenplatz wie eine Agora, geschützt vom Verkehr, zugänglich von überall, wo sich Kinder austoben und treffen können.  Um die Funktionalität der Schulanlage zu gewährleisten  werden die drei Gebäude über ein Dach verbunden, ein Dach, welches zugleich spielerisch und mit Leichtigkeit verschiedene gedeckte Räume erschafft.

 

Die zwei Neubauten sind als Hybridgebäude geplant. Eine massive Platten-Stützen-Konstruktion wird mit Fassadenelemente aus Holz verkleidet. Die strenge Rasterung der Fassade wird durch die feine und unregelmässige Oberfläche der Holzschindel aufgeweicht.Die gedeckte Verbindung der Gebäude ist mineralisch und verleiht mit seiner Formensprache und der Anlage einen spielerischen Hauch.


Location 
Gstaad, Switzerland
Status 
Competition 2019
Program 
Eduction & Sport
Client 
Gstaad municipality
GFA 
4500 m2
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